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§ 34i Kosten: Was Prüfung, Erlaubnis und Start wirklich kosten

Zwischen der Entscheidung und der fertigen Erlaubnis liegen mehrere Gebühren, die an unterschiedlichen Stellen anfallen. Diese Seite listet jeden Posten einzeln auf, nennt realistische Spannen und rechnet zwei Gesamtbudgets durch – ein sparsames und ein typisches.

Alle Kostenpunkte im Überblick

Die Spannen sind breit, weil fast jeder Posten regional oder je nach Anbieter unterschiedlich ausfällt. Die Erlaubnisgebühr etwa setzt jedes Bundesland selbst fest.

PostenSpanneWer kassiert
Vorbereitungskurs0 – 900 €Bildungsanbieter, freiwillig
IHK-Sachkundeprüfung250 – 330 €Industrie- und Handelskammer
Erlaubnisgebühr200 – 600 €IHK oder Kreis-/Stadtverwaltung
Eintrag ins Vermittlerregister35 – 60 €Industrie- und Handelskammer
Führungszeugnis und Gewerbezentralregisterrund 26 €Bürgeramt
Auskünfte von Insolvenz- und Vollstreckungsgericht10 – 25 €Gerichte
Gewerbeanmeldung20 – 60 €Kommune
Vermögensschadenhaftpflicht, erstes Jahrab rund 50 €Versicherer
Summe bis zum Startrund 600 – 2.400 €

Die untere Grenze setzt reines Selbststudium, eine günstige Kammer und einen Einstiegstarif bei der Versicherung voraus. Die obere Grenze entsteht bei einem teuren Präsenzlehrgang, einer hochpreisigen Erlaubnisbehörde und breitem Versicherungsschutz.

Die Posten im Einzelnen

Vorbereitungskurs: 0 bis 900 €

Ein Lehrgang ist nicht vorgeschrieben, Sie dürfen sich im Selbststudium vorbereiten. Am Markt reicht die Spanne von reinen Lernprogrammen um 300 € bis zu Präsenzlehrgängen jenseits von 800 €. Achten Sie beim Vergleich auf zwei Punkte: ob der praktische Prüfungsteil enthalten ist oder extra kostet, und wie lange der Zugang läuft.

IHK-Sachkundeprüfung: 250 bis 330 €

Jede Kammer hat ihre eigene Gebührenordnung. Für die Vollprüfung aus schriftlichem und praktischem Teil sind das üblicherweise 250 bis 330 €. Wer nur den schriftlichen Teil ablegt, weil eine Befreiung vom praktischen Teil vorliegt, zahlt rund 170 €. Eine Wiederholung allein des praktischen Teils kostet etwa 150 €.

Erlaubnisgebühr: 200 bis 600 €

Der größte Unsicherheitsfaktor. In Berlin liegt die Gebühr bei rund 500 €, andere Behörden rechnen nach Zeitaufwand innerhalb eines gesetzlichen Rahmens ab – in Hessen bis zu 2.450 €. Fragen Sie vor dem Antrag bei Ihrer Behörde nach dem Gebührentarif, dann gibt es keine Überraschung.

Vermittlerregister und Nachweise: rund 70 bis 110 €

Der Registereintrag nach § 11a GewO kostet je nach Kammer 35 bis 60 €. Dazu kommen Führungszeugnis und Gewerbezentralregisterauszug mit jeweils rund 13 € sowie die Auskünfte von Insolvenz- und Vollstreckungsgericht. Einzeln kleine Beträge, in Summe ein spürbarer Posten.

Vermögensschadenhaftpflicht: laufend

Die einzige dauerhafte Pflichtausgabe. Vorgeschrieben sind mindestens 460.000 € je Versicherungsfall und 750.000 € für alle Fälle eines Jahres. Einstiegstarife beginnen bei rund 50 € im Jahr, mit steigendem Umsatz und breiterer Deckung liegen die Beiträge deutlich höher. Der Schutz muss ununterbrochen bestehen – erlischt er, informiert der Versicherer die Aufsichtsbehörde, und die Erlaubnis steht zur Disposition.

Zwei realistische Budgets

Statt einer Spanne von 600 bis 2.400 € hilft ein konkreter Rechenweg mehr. Beide Varianten führen zur selben Erlaubnis.

Variante A · sparsam

  • Selbststudium ohne Kurs0 €
  • IHK-Vollprüfung250 €
  • Erlaubnisgebühr, günstige Behörde200 €
  • Register und Nachweise75 €
  • Gewerbeanmeldung20 €
  • VSH, Einstiegstarif50 €

rund 595 €

Variante B · typisch

  • Online-Lehrgang beide Prüfungsteile570 €
  • IHK-Vollprüfung300 €
  • Erlaubnisgebühr400 €
  • Register und Nachweise95 €
  • Gewerbeanmeldung40 €
  • VSH, erstes Jahr200 €

rund 1.605 €

Der Unterschied liegt fast vollständig im Kurs und in der Erlaubnisbehörde. Beides sollten Sie vorher klären: den Gebührentarif bei Ihrer Behörde erfragen und beim Kurs prüfen, ob der praktische Teil und die Zugangsdauer enthalten sind.

Kosten, die viele übersehen

  • Die Gebühr fällt oft schon bei Antragstellung an, nicht erst mit der Erteilung. In einigen Ländern werden bei Ablehnung trotzdem 75 % berechnet.
  • Wiederholungsprüfungen. Der praktische Teil allein kostet rund 150 €, eine komplette Wiederholung entsprechend mehr. Wer beim Kurs spart und zweimal antritt, zahlt am Ende drauf.
  • Stornogebühren. Wer sich anmeldet und dann zurücktritt, zahlt bei den meisten Kammern trotzdem.
  • Spätere Erweiterung der Erlaubnis. Eine nachträgliche Ausweitung ist möglich, löst aber erneut Gebühren aus. Überlegen Sie den Umfang vor dem ersten Antrag.
  • Zusätzliche Erlaubnis für andere Darlehen. Wer neben Immobiliar-Verbraucherdarlehen auch sonstige Darlehen vermittelt, braucht eine weitere Erlaubnis mit eigener Gebühr.
  • Befristete Kurszugänge. Läuft der Zugang vor dem Prüfungstermin ab, kostet die Verlängerung extra.

Ein Preis, beide Prüfungsteile

Unser Lehrgang kostet 570 € inklusive Umsatzsteuer, deckt schriftlichen und praktischen Teil ab, und der Zugang bleibt aktiv, bis Sie bestanden haben.

Zum § 34i Kurs

Häufige Fragen zu den § 34i Kosten

Was kostet die § 34i Erlaubnis insgesamt?

Bis zum Start liegen die Gesamtkosten realistisch zwischen rund 600 € bei reinem Selbststudium und günstigen Gebühren und etwa 2.400 € bei teurem Lehrgang und hochpreisiger Behörde. Ein typischer Mittelweg landet bei rund 1.600 €.

Was kostet die IHK-Prüfung nach § 34i?

Die Vollprüfung aus schriftlichem und praktischem Teil kostet je nach Kammer üblicherweise 250 bis 330 €. Ohne praktischen Teil sind es rund 170 €, die Wiederholung nur des praktischen Teils etwa 150 €.

Warum unterscheidet sich die Erlaubnisgebühr so stark?

Weil sie sich nach der Verwaltungsgebührenordnung des jeweiligen Landes oder der Gebührensatzung der zuständigen Stelle richtet. Manche Behörden haben feste Sätze, andere rechnen nach Zeitaufwand innerhalb eines gesetzlichen Rahmens ab.

Ist ein Vorbereitungskurs Pflicht?

Nein. Sie können sich im Selbststudium vorbereiten und sich direkt zur Prüfung anmelden. Ob sich das rechnet, hängt von Ihrer Vorbildung ab – eine nicht bestandene Prüfung kostet Gebühren und mindestens einen weiteren Termin.

Welche Kosten laufen dauerhaft weiter?

Vor allem die Vermögensschadenhaftpflicht, die ununterbrochen bestehen muss. Dazu kommen die üblichen Betriebskosten einer selbstständigen Tätigkeit. Eine gesetzliche Weiterbildungspflicht mit fester Stundenzahl sieht § 34i GewO nicht vor.

Kann ich die Kosten steuerlich absetzen?

Aufwendungen für Prüfung, Erlaubnis und Fortbildung sind bei selbstständiger Tätigkeit grundsätzlich Betriebsausgaben. Wie das in Ihrem Fall zu behandeln ist, klären Sie mit Ihrem Steuerberater – wir dürfen dazu nicht beraten.

Die größte Stellschraube ist der Kurs

Bei uns sind beide Prüfungsteile in einem Preis enthalten, der Zugang läuft bis zur bestandenen Prüfung, und das Starter-System für die ersten Monate kommt kostenlos dazu.

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Verfasst von , DIFI – Deutsche Immobilienfinanzierung.

Alle Beträge sind Orientierungswerte auf Stand August 2026 und keine verbindliche Auskunft. Gebühren legen die Länder, Kammern und Kommunen eigenständig fest und ändern sie unabhängig voneinander. Maßgeblich ist die jeweils geltende Gebührenordnung.